Aber alles wächst und wird und ich auch, ich werde wissen und Arabisch sprechen und wieder auf einer Gänseblümchenwiese liegen, ich werde Dinkelschokokekse essen und sie lieben, so abartig sie sind, ich werde radfahren und schwimmen und einen herrlichen Sommer haben, ich werde klugen, redegewandten Männern zuhören und es Tag für Tag genießen, ich werde Schnörkel auseinanderkennen, die alle gleich aussehen und ein wunderbares Semester haben und für immer und ewig glücklich über mein Studienfach sein. Und ich werd dir immer schreiben.

16.5.11 21:45


Cry "Do I deserve her?" with unflagging fervour

Wie könnt ich denn jemals, jemals genug sein für dich, und was ist es überhaupt, das einer wie du an mir findet, einer, der so kühl und klar ist, der Seitenhiebe mehr liebt als gute Worte, der Willen und Entschiedenheit fordert, weil er selbst eine starke Hand am Ruder hat - was kann so einer an mir zornigem Kind finden, an diesem zögernden Vogel voller Liebe und Angst und Schwärmereien, wie passt dein Ernst zu meinem Lächeln, wie mein Lächeln zu deinen bösen Bemerkungen, wie geht das zusammen, dass du ein spiegelnder See mit meertiefem Grund bist, auf den ich nicht sehen kann, während meine Blätter sich offen in die Sonne breiten? Wie könnte ich für dich mehr sein als ein verspielter junger Hund, der einen mit Wärme und Zuneigung überschüttet, aber keine Antworten weiß, nicht einmal Fragen stellt? - Das weißt du selbst noch nicht, hast du gesagt, womit sich die Frage stellt, wie ich furchtsame Zweiflerin zu deinem selbstverständlichen Vertrauen passe.

1.5.11 11:07


nicht genug

Ich liege neben dir. Du kannst nicht schlafen, ich schlafe auch nicht, außer dir gibt es hier nichts mehr für mich, ich fühle, halte, atme dich, du bist mein Wunsch, meine Abneigung, meine Begierde, meine Angst; ich stoße an deine Grenzen, stürze über deine Kurzsichtigkeit, leuchte auf in deinem Licht, ertrinke in deinem Schatten, treibe einsam auf der Hoffnungslosigkeit des ewigen Du.

12.4.11 10:35


Ich falle durch diese Tage, aber ich liebe das Gefühl der Sicherheit, dass unten irgendwo Grund ist, auf den ich treffen werde, unbeschadet, heil, froh nach dem langen Weg, ich liebe, wie viel schneller die Zeit verstreicht, wenn jede Minute Neues und Anderes bringt, ich atme frische Luft, die ein neuer Wind bringt, und der Schritt über die Klippe war ganz leicht. Jetzt wildes, reines Glück.
1.4.11 11:54


(Er ist so gefühllos manchmal, dass ich an einem Tag wie diesem schwören würden, ihn bis aufs Blut zu hassen. Er ist nur ein Stein, der warm wird, wenn die Sohne ihn bescheint, er tut nur gut, wenn es mir gut geht, er ist eine Enttäuschung, eine Lüge, eine Luftspiegelung, ein vergifteter Kelch, ein Reptil, eine Formalität, eine Puppe, eine Ausrede, eine Sonnenfinsternis, ein Eisberg, eine funkelnde Illusion.
30.3.11 11:37


Y ¿ahora qué?

Ich hab Relikte gefunden von dem Kind, das ich war, und ich war so viel. Jetzt bin bloß noch ich übrig mit der Frage, ob ich mit jeder Entscheidung über das, was später sein soll, nicht etwas mehr von mir zerbrochen habe - I was a burning child with the wildest dreams, now they lie wasted, torn and rotting beneath the land they used to roam, they are starving in a forest that used to be green, they crawl hills that were once soft and thriving, they search in vain for the passionate storms that have long dropped dead, they lift grey sea shells to their ears but cannot hear the ocean as its darkest depths have turned into liveless shallows. There is only the illusion of light, a dying sun; a town spreads in the lowlands, and the creamy mountains are crumbling with fear; whatever wants to go on living grows in line with the cold, straight roads of neatly woven house blocks, and the newly straightened river roars with pain. I have killed my land; I claim to wander its hidden paths when I roam a fainting memory. I believe to be still breathing when I have long ago suffocated in adjustment and realistic views ans plans that never were my own.

Ich hab mich selbst verraten und verloren und in eine Wüste aus Glasstaub und Scherben verbannt, und jetzt frag ich mich, wie mir das Wasser fehlen kann.

30.3.11 11:17


Gravity's the least of my fears

Jetzt bin ich allein in einer Zeit voller Fehler, die mich einkreisen wie Wölfe ein Lamm, und was immer ich tue, gebiert einen neuen: was ich selbst erschaffen habe, entblößt die Zähne und fährt mir an die Kehle, bekommt Haut und Fleisch zwischen die Kiefer, hält fest, dann inne, zerrt: Reißen von Sehnen und Adern und der Haut, die auch nie glatt genug war, dies ist ein langsamer, nachdenklicher, sehr bewusster Tod, nicht unangenehm vielleicht, wäre da nicht das regelmäßig wiederkehrende Aufzucken, wenn die stumpfen Reißzähne sich durch schiere Gewalt durch die Haut in meinen Körper pressen.
29.3.11 23:41


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