Ich verwese. Da ist eine faule Stelle im Innern, da leben Pilze und Würmer, du bist gegangen - jetzt kommen sie, winden sich, wachsen in mir; in der Sonne nicht zu spüren, verursachen sie nachts ein dumpfes Gefühl der Leere und vollkommenen Trostlosigkeit. Über die tägliche Euphorie, die jubelnde Maiwärme auf der Haut, fallen sie im Dunkeln her, zersetzen Farben und Augenblicke in eine Masse, die selbst Schmeißfliegen meiden würden, werden fetter und zahlreicher, verwandeln Glück in Trübsal, bis ich, allein mit mir selbst, den Wunsch habe, es ihnen gleich zu tun, mich aufzufressen, zu zersetzen, zu kompostieren, in irgendetwas Form- und Gedankenloses zu verwandeln, das seinen anspruchslosen, aber sinnvollen Platz in ganzem Maße ausfüllt - als Humus für meinen Kaktus etwa.

Ich fühl mich stumpf und schlammbraun durch und durch und durch.

18.5.11 21:49
 
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